Mehr Leben für Gewerbeflächen!

Die Grundstücke unsrer Gewerbegebiete, aber auch vor Läden, an Parkplätzen vor dem Eingang von Verwaltungen ... bergen ein großes Potential an Lebensraum für Mensch und Natur! Klimafeste und pflegereduzierte Anlagen sehen nicht nur gut aus, sie könne auch das Arbeitsklima der Mitarbeitenden positiv beeinflussen und die Aufenthaltsqualität im Betrieb steigern.

Nicht zuletzt kann die naturnahe Grüngestaltung in Firmen ein Statement zu einem nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt sein.

HT Hospitaltechnik in Heideck (Bau April 21)

Besonders gefreut habe ich mich über diesen Auftrag, weil dabei nicht nur ein sogenannter "Schottergarten" umgestaltet werden durfte, sondern auch ein Teil des asphaltierten Parkplatzes entsiegelt und renaturiert werden konnte. Darüber hinaus entstand ein großer Naturteich, diverse  Blühflächen und eine Hecke wurde angelegt. 

Damit wird nicht nur Lebensraum für heimische Natur geschaffen, sondern auch die Aufenthltsqualität für die Mitarbeiter deutlich gesteigert. Diese haben sich - zusammen mit dem Inhaberehepaar - auch in mehreren Mitmach-Aktionen tatkräftig eingebracht. Außerdem wurde die Baustelle von den Auszubildenden des Betriebes unterstützt und dokumentiert.

 

 

Der Bestand war eher trostlos. Sogar einige, so genannte "Schottergarten-Beete" - auch als "Gärten des Grauens" bekannt, wurden vom Vorbesitzer angelegt. Hier ein paar Eindrücke... Dabei wird schon ein Teil der asphaltierten Fläche entsiegelt...

 

Nach dem Umbau entwickeln sich vielfältige Lebensräume und die Natur hält Einzug.

Anstatt kalter Betonwinkel schwingen nun organische Formen übers Gelände und hie und da gibt es sogar etwas zum Naschen...


CHF-Lichttechnik Hilpoltstein (Bau 9/20)

Das Gelände der CHF-Lichttechnik ist zwar recht begrenzt auf schmale Streifen rund um das Hallengebäude, dennoch gibt es Raum für naturnahe Strukturen und eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität - vor allem auf der Mitarbeiterterrasse.

Hier wurde das bereits angelegte Beet vergrößert und damit eine deutliche Trennung zur angrenzenden LKW-Zufahrt geschaffen.

Das Motiv einer mittelalterlichen Wasserleitung - die auf dem Gelände bei den Bauarbeiten freigelegt wurde - findet sich in einem Wasserbecken mit Zulauf direkt am Eingang wieder.

Und auch für eine Eidechsenburg und einen Libellenteich fand sich noch Raum.

 

Im Oktober 2021 wurde der Betrieb im Rahmen des Blühpaktes Bayern von Umweltminister Thorsten Glauber als "blühender Betrieb Bayerns" ausgezeichnet.

Darüberhinaus erhielt er die "Grüne Hausnummer" und konnte eine "lobende Erwähnung" im bundesweiten Wettbewerb "Deutschland summt" erringen.


2019/20:

Stream engineering/Albrecht Electronics 

das erstes Bio-zertifizierte Gewerbegrün

in Schwabach 

 

 Im Rahmen einer kompletten Überarbeitung des Firmengebäudes wurden auch die Außenanlagen grundlegend naturnah neu gestaltet.

Die Dachentwässerung der Lagerhalle wird nun direkt auf den Gelände in einem Muldensystem versickert - ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz.

An Stelle der vorherigen Rasenflächen dominieren nun mit Trockenmauern aus regionalem Kalkstein (durchwegs Recyclingmaterial aus Abbrüchen) terrassierte Beete und Säume die Anlage und bieten einen paradiesischen Ausblick aus den Bürofenstern. Ein kleiner Wasserfall mit Teich und ein Sitzplatz laden zur Entspannung ein, können aber auch als Besprechungsort genutzt werden.

 

Im Juli 2021 wurde die Anlage mit dem begehrten Zertifikat: "Naturgarten - empfohlen von BIOLAND"

ausgezeichnet und ist damit das erste Bio-zertifizierte Gewerbegrün im Großraum Roth-Schwabach.

 

Die Ausgangssituation:

Nach der Umgestaltung: Die Versickerungsflächen vorm Gebäude

und der mit Trockenmauern gestaltete, hintere Gartenbereich:


Natur für den Naturschutzverband  

(Frühjahr 2019)

 

Ich durfte für den LBV (Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.) die Freiflächen an der Landesgeschäftsstelle in Hilpoltstein naturnah gestalten.

Dort mußten nach behördlichen Vorgaben viele Parkplätze neu gebaut werden und so blieb nur verhältnismäßig wenig Raum übrig, der dafür umso strukturreicher angelegt wurde: verschiedene Substrate, von nährstoffreich im Hinterhof bis zu Sand- und Kalkmagerböden im Osten, angereichert mit jeder Menge modellierten Trockenmauern, Steinen und Totholz in jeglicher Form. Dazu kamen ca.1.000 Stauden und Gehölze in rund 300 Arten, sowie verschiedene Ansaaten in Mischungen und Einzelarten - so gut wie alles heimische Wildpflanzen. Eine Musterfutterstelle und eine als kleiner Teich gestalte Vogel- und Insektentränke runden das Ganze ab. Rundherum gibt es noch zahlreiche Nisthilfen in den Bäumen und am Gebäude.

 

Die Ausgangssituation war eher trist hier Eindrücke vom Bestand und der Bauphase im März/April 2019:

Und hier das Ergebnis im Verlauf der ersten 2 Jahre (20/21):


Natur.Garten.Helbig.

Hortus Contemplationis et Diversitas

Birgit Helbig

Planungen für naturnahes Grün

Freie Referentin und Autorin für Natur im Garten

Dipl.-Designerin (FH)

 

Dorfanger 14

Dürrenmungenau

91183 Abenberg

 

E-Mail: birgit.helbig@yahoo.de

 

Tel. 09873-760

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