Naturnahes Gewerbegrün in Schwabach

Im Herbst 2019 wurde das Firmengelände der Fa. Stream Engineering in Schwabach auf rund 1.500 Quadratmetern aufwändig naturnah umgestaltet. Es entstanden viele Strukturen, eine Regenwasser-versickerungsfläche für eine der Hallen und ein attraktiver Aufenthaltsbereich für die Firmenangehörigen. Flächendeckende Ansaaten aus heimischen Wildpflanzen und rund 70 neu gepflanzte heimische Gehölze werden im kommenden Jahr ökologische Vielfalt in das Gewebegebiet bringen...

 

 

 

 

Foto: Blick auf Trockenmauern und den Teich mit Wasserlauf während der Bauphase.


Ein Natur-Erlebnis-Raum für den BRK-Kinderhort Abenberg

Das Bayerische Rote Kreuz hat mir die Außenanlagenplanung des neuen Kinderhortes in Abenberg anvertraut (Fertigstellung Ende Sept.2019). Auf rund 1200 Quadratmetern Grundfläche entstand in Zusammenarbeit mit der Fa. Hartmann Gartenbau aus Gunzenhausen, die die Erd-, Mauer,- Holz-und Pfllasterarbeiten nach meinen Plänen ausgeführt hat ein vielfältiger Raum zum Entdecken, Spielen und Wohlfühlen für die rund 70 Kinder der Einrichtung.

Nebenan gibt es genug Platz für Bewegungsspiele, so konnten hier im Hof die Schwerpunkte auf naturnahe Gestaltung, Strukturen und Vielfalt gelegt werden.

Verschiedene Klettermöglichkeiten laden ein, die Motorik zu trainieren, ein Nutzgarten wird selbstangebaute Leckereien liefern und im "Dschungelpfad" kann nach Herzenslust mit Totholz gestaltet werden. Ein flacher Teich mit Beobachtungssteg dient als "Libellendisco" und lädt zum Entspannen am Wasser ein. Daneben gibt es aber auch "Schutzzonen" für die Pflanzen, die im kommenden Jahr sicher vielfältige Naturbeobachtungen ermöglichen werden. Ich habe rund 850 Stauden und Gehölze gesetzt - bis auf die Nutz-und Kräuterpflanzen alles heimische Arten. Dazu wurden zahlreiche Ansaaten (Mischungen und Einzelarten) ausgebracht so dass sicher 300 verschiedene Arten im Garten zu finden sein werden. Rund 3.000 Blumenzwiebeln sorgen bald für einen bunten Frühjahrsflor und erste Insektennahrung.

 


Der "Hortus Venti" - Ein Garten für die Artenvielfalt (2019)

Ein denkmalgeschützes Schäferhaus aus dem Jahr 1861 und viel Platz - daraus entsteht im August 2019 der "Hortus Venti"- Garten der Winde. Die Voraussetzungen waren gut: eine tolle Wildsträucherhecke, schöne Obstbäume, ein bereits angelegter Bereich mit einem Staudensaum und viel Platz zum Austoben für die Planerin... Foto: Der Teich am Südende des Grundstückes kurz vor seiner Vollendung.

 

Der Bestand im April 2018:

Umgestaltet im September 2019:

Es entstanden: ein formaler (Nutz)-Garten, eine Sandmagerwiese, ein Grillplatz mit Wasserspiel, eine große Terrasse mit Trockenmauern, diverse Säume und Biotope und ein großzügiger "Plantschteich" mit Sumpfzone und Gehölzhügel.

Ca. 800 vorwiegend heimische Stauden, rund 30 heimische Gehölze sowie zahlreiche Ansaaten (auch auf den Wegen) dazu Zwiebelblüher, müssen sich noch entwickeln und werden erst in kommenden Jahr ihre Wirkung entfalten...


Natur für den Naturschutzverband  (2019)

Ich durfte für den LBV (Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.) die Freiflächen an der Landesgeschäftsstelle in Hilpoltstein naturnah gestalten.

Dort mußten nach behördlichen Vorgaben viele Parkplätze neu gebaut werden und so blieb nur verhältnismäßig wenig Raum übrig, der dafür umso strukturreicher angelegt wurde: verschiedene Substrate, von nährstoffreich im Hinterhof bis zu Sand- und Kalkmagerböden im Osten, angereichert mit jeder Menge modellierten Trockenmauern, Steinen und Totholz in jeglicher Form. Dazu kamen ca.1.000 Stauden und Gehölze in rund 300 Arten, sowie verschiedene Ansaaten in Mischungen und Einzelarten - so gut wie alles heimische Wildpflanzen.

Eine Musterfutterstelle und eine als kleiner Teich gestalte Vogel- und Insektentränke runden das Ganze ab.

Rundherum gibt es noch zahlreiche Nisthilfen in den Bäumen und am Gebäude.

Die Ausgangslage: Nach dem Bau sah es erstmal recht trist aus: viele Parkplätze  - und einige Bäume wurden vor dem Winter noch gepflanzt...

Die Veränderung beginnt: organische Formen und Höhenunterschiede sollen die Flächen lebendig machen. Dafür wird erst einmal jede Menge Baumaterial benötigt. Es ist - bis auf die Substrate (Sand, Mineralbeton und Kompost) alles Recyclingmaterial, was da verbaut wird. Am Anfang sah es deshalb ein wenig aus wie auf einer Bauschuttdeponie.

Verantwortlich für die Maschinenarbeiten und die Materialbeschaffung nach meinen Plänen war die Firma Manfred Rother Trockenmauerbau aus Büchenbach.

Unten Fotos aus der "heißen" Bauphase: riesige Mengen an Steinen und Altholz wurden bewegt und verarbeitet...

Auf die Trockenmauerfundamente aus Bauschutt kamen dann die schönen Kalkbruchsteine, die u.a. aus dem Abriss eines alten Bauernhauses aus dem Altmühltal stammten.

...doch es ist letztlich tatsächlich etwas Gutes daraus entstanden! Hochbeete auf dem Pflaster erobern einige Quadratmeter Natur zurück, Ein großer hohler Baumstamm und große Wurzelstrukturen begrüßen ab jetzt die Besucher.

Nur gut drei Monate später blüht es bereits vielfältig, die Ansaaten gehen auf und Insekten schwirren umher, wenn auch die Dürre - trotz Wässerns- den Pflanzen in der Anwachsphase etwas zusetzt...


Ein Naturgarten entsteht - Chronik (2018-2019)

Vergangenes Jahr durfte ich einen Privatgarten im Lkr.WUG komplett und konsequent "natürlich" umbauen. Aus einem konventionellen, ca. 1200 Quadratmeter großen Landgarten mit Schurrasen und einigen Obstbäumen drumherum wurde ein vielfältiger Lebensraum mit Blumenwiese, Eidechsenbiotop, Totholzbereich, Teich und vielem mehr. Schon im ersten Sommer waren ungezählte Schmetterlinge, Libellen und Wildbienen zu beobachten. Nicht nur die Vögel lieben den neuen Teich in dem auch schon erste Amphibien eingezogen sind... Das Foto entstand im Mai 2019, gut ein Jahr nach Beginn der Arbeiten.

 

Hier der Plan (ohne den "Rosenhügel"):

 

 

 

 

 

 

Dez. 2017: Die Ausgangssituation: Viel Rasen mit einigen Obstbäumen und exotischen Gehölzen um die Terrasse herum...

April 2018: Der Umbau hat begonnen: Abschieben des Oberbodens (Mitte links und ganz links), Hier entstehen neue Hochbeete aus Recycling-Bruchsteinen, im Hintergrund wartet tonnenweise Mineralbeton für die Magerwiese aufs Verteilen (Mitte rechts), die ersten Vogelnährgehölze sind schon gepflanzt, dazu kommt eine Wildstaudenhecke (Ansaat und Initialpflanzung) in Mineralbeton mit Erdkern auf den Hügel (rechts).

 

Mai 2018: Die Hochbeete sind fertig. Hier hat der Bauherr fleissig selbst mitgebaut. Dahinter das Bett aus Mineralbeton für die Kalk-Magerwiese. Am Gehölzhügel wird mit Recyclingmaterial ein Weg und Treppen gebaut. Sandlebensraum mit Initialstauden. Kiesbett mit angedeutetem trockenen Bachlauf und Initialpflanzen. Dazwischen Totholz und Steine als Versteckmöglichkeit für Eidechsen und viele weitere Bewohner.

 

Die Kalkmagerwiese wurde eingesät und mit Initialstauden bestückt. Zuvor wurde gütegesicherter Kompost flach ins Saatbett eingearbeitet. Ein Schattenbeet aus sandig-lehmigem Unterboden ist mit Holzstämmen davon abgetrennt.

 

Juni 2018: Teichbau: Die Grube ist grob modelliert, Kapillarsperre ist gelegt  - nun folgt die Folie, die beiderseits mit Vlies gepolstert wird...

Rechts ist die mit Kies gefüllte Überlauf-Sickergrube zu erkennen. Wichtig bei Starkregen, wenn der Teich überläuft!

Eine weiße Siloplane wird in den Baupausen zum Schutz gegen Ausschwemmung der Grube bei Gewittern über die Baustelle gelegt.

Im Vordergrund wird der zukünftige Teich von der bestehenden Pflastereinfahrt begrenzt.

 

Derweil blühen die ersten Initialstauden und auch die Ansaat in Sand und Mineralbeton gedeiht sehr gut. Auf dem Gehölzhügel sind rund 6 Wochen nach der Ansaat die ersten Knospen zu entdecken...

Juli 2018: Teichbau, Teil 2:

Die Teichgrube wird mit Wurzelschutzflies verschweißt, die Teichfolie eingebaut und mit Verputz- und Bewurzelungsmatten verkleidet und teilweise mit sandfarben eingefärbtem Trasszement eingeputzt. Mit Steinen und Kies werden verschiedene Lebensbereiche, z.B. eine Kiesbank gestaltet. Lehmhaltiger Unterboden dient als Pflanzsubstrat für die Pflanzen und wird mit Kies abgedeckt. Ein temporärer, nur bei Regen wasserführender, Bachlauf leitet Dachwasser in einen Sumpf-Filtergraben. Von dort läuft das Wasser in die Freiwasserfläche. Bei Starkregen sorgt ein Überlauf in eine mit Kies gefüllte Sickergrube für einen geregelten Ablauf des überschüssigen Wassers. Totholz und Steine am und im Wasser sorgen für Lebensräume. Die Kiesbank dient gleichzeitig als Vogelbad und Insektentränke. Libellen und Vögel haben den neuen Lebensraum schon entdeckt...

Juli 2018: Die Ansaaten entwickeln sich und die Initialstauden locken bereits eine Vielzahl von Insekten an...

August 2018: Dank guter Bewässerung entwickeln sich die Ansaaten und Pflanzungen trotz Dürresommer sehr gut...

Oktober - Der letzte Streich: Aus den Baggeraushubresten wird ein Hügel geformt. Er wird mit Wildrosen und Geissklee bepflanzt. Angesät mit ca. 20 Einzelansaaten von Wilder Pastinake über Seifenkraut bis Thymian und mit ca. 1.500 Blumenzwiebeln bestückt. Dann kann der Frühling kommen....

Ein letzter Blick auf den herbstlichen Garten, bevor er in die Winterpause geht. Ende März werde ich wiederkommen um den Besitzer in die Pflege einzuweisen.

Mai 2019: Der Garten scheint förmlich vor Leben zu explodieren. Im Teich leben Frösche, Molche und Libellen, Vögel und Kleinsäuger sind in großer Vielfalt da.... und überall summt und brummt es ....

Ende Juni 2019: ein gutes Jahr nach der Anlage hat der Garten seinen ersten Höhepunkt erreicht. Alles wächst stürmisch und es blüht überreich. Viele Tiere sind zu entdecken (Igel, Frösche, Libellen, Wildbienen, Schmetterlinge, Vögel...). Nun muss der Überschwang etwas geordnet werden, damit z.B. die gepflanzten Gehölze auch ein wenig Licht abbekommen...


Schwimmteichbau im Natur.Garten.Helbig. Inspirationsgarten (2008)

Meine erste größere Planungsarbeit: Der große Teich im Inspirationsgarten entstand 2008 auf der"grünen Wiese" einem Rasenstück. Dem umfangreichen Planum folgte der Teichaushub, Einbau einer Stützmauer aus Altmühltaler Kalkstein, der eigentliche Teichbau mit Wurzelvlies, Folie und Oberbau mit Verputz und Bewurzelungsmatten. Der Teich besteht aus einer Freiwasserfläche, dem bepflanzten Reinigungsgraben und einer Sumpfzone mit Schilf . Eine extern in einem Schacht eingebaute Schwerkraftpumpe mit Zeitschaltuhr sorgt für eine temporäre Umwälzung des Wasserkörpers. Außer den Erdarbeiten, für die ein Bagger mit Fahrer  sowie ein Lastwagen zur Abfuhr engagiert waren, sowie dem Einlegen der Teichfolie, bei dem Freunde halfen, wurde alles von mir alleine und in Eigenregie realisiert.

...und so sieht das Ganze heute, nach rund 10 Jahren aus.


Ein Natur-Erlebnisgarten für Senioren (2015)

Ein Natur-Erlebnisgarten für Senioren: Im Auftrag des LBV habe ich das Konzept für die Gestaltung eine Seniorengartens erstellt. Zentrales Element ist dabei die 2-sufige Steinterrasse mit heimischen Stauden. Auch für Rollifahrer direkt erlebbar, sind unten Kräuter- und Duftpflanzen gesetzt. Die Hecke besteht aus heimischen Wildgehölzen. Ein Naschgarten mit Beeren und Hochbeeten darf auch nicht fehlen. Die Baggerarbeiten wurden durch eine örtliche Baufirma vorgenommen, die Pflanzung und Ansaat erfolgte mit rund 30 Freiwilligen. Der Garten ist an sich sehr schön geworden, unglücklicherweise sprangen jedoch die Freiwilligen ab, die die wichtige Pflege übernehmen wollten...

Ich weiß leider nicht, wie der Garten heute aussieht und ob das naturnahe Konzept fortgeführt wurde. 

 

Trotzdem hier ein paar Eindrücke vom Bau und der Pflanzaktion... (Fotos: LBV)

Natur.Garten.Helbig

Hortus Contemplationis et Diversitas

Birgit Helbig

Planungen für naturnahes Grün

Freie Referentin und Autorin für Natur im Garten

Dipl.-Designerin (FH)

 

Dorfanger 14

Dürrenmungenau

91183 Abenberg

 

E-Mail: birgit.helbig@yahoo.de

 

Tel. 09873-760

Mitglied im Hortus Netzwerk

Mitglied im Naturgarten Netzwerk des Naturgarten e.V.

Partner des Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.